Freitagspredigt (Khutba) 31.08.2012

Allah c.c. sagt in Sura al-Bakara: „Und wenn ihr euere Riten beendet habt, dann gedenkt Allahs wie ihr euerer Väter gedenkt oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Leuten sagen einige lediglich: Unser Herr, gib uns Gutes in dieser Welt! Sie sollen am Jenseits keinen Teil haben. Andere unter ihnen sprechen: Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und hüte uns vor der Strafe des Feuers.“ Verehrte Muslime die Aufgabe von Muslimen ist es zwischen Glauben (Iman), Gottesdienst (Ibada) und täglichem Leben ein Gleichgewicht herzustellen, und nicht in Maßlosigkeit zu verfallen. Denn Allah c.c. lehrt uns, dass Gläubige sich von Übertreibungen zurückhalten und einen Mittelweg einschlagen sollen. So heisst es weiter in Sura Furkan: „Und (es sind) diejenigen (Gläubigen), welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern die richtige Mitte dazwischen einhalten.“ Die Religion soll uns zeigen, wie man ein Leben führt, das die Zustimmung Allah (tealas) erfährt. Wir sollten bestrebt sein, uns in der Gesellschaft, in der Familie, am Arbeitsplatz, in Schule und Universität angemessen zu verhalten. Auf diese Weise werden wir – inschâallah – zu denjenigen gehören, die mit ihrem Leben das Wohlwollen Allahs erlangt haben werden. Denn es gilt, was der Gesandte Allahs (saw) gesagt hat: „Religion ist Erleichterung. Wer versucht, die Religion zu übertreffen, der wird ihr unterliegen. Also wählt den Mittelweg. Versucht, euer Bestes zu tun, dann gelte frohe Kunde für euch.“ (Buchâri, Îmân, 29) Verehrte Geschwister, der Islam umfasst das ganze Leben. Er regelt die Glaubensinhalte, die Gottesdienste und die Handlungen, formt den Charakter sowie das wirtschaftliche und politische Leben. So wie das Gebet und die Zakat basiert das Wirtschaftsleben des Muslims auf den Glaubensgrundlagen. Der Islam unterscheidet zwischen dem Erlaubtem (Halal) und dem Verbotenem (Haram), egal in welchem Bereich des Lebens. Er gebietet Gerechtigkeit und verbietet Maßlosigkeit und Verschwendung. Kurz: Der Islam empfiehlt stets den mittleren Weg zu gehen. Es ist offenkundig, dass Gesellschaften, die das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben, Produktion und Nachfrage, Anlage und Kapital nicht halten, früher oder später darunter leiden werden. So beenden wir die Sura mit den wunderbaren Gebeten der Sura al-Fatiha: „Leite uns den rechten Pfad. Den Pfad derer, denen DU gnädig bist, nicht derer, denen DU zürnst und nicht der Irrenden

Cuma Mubarak, Kabul ISA